Das Mastering in der Musikproduktion


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Zunächst einmal ist das Wort „Mastering“ etwas irreführend, da der sogenannte Mastering-Prozess im Presswerk durchgeführt wird, und nicht nach dem Mix. Allerdings hat sich der Begriff „Mastering“ etabliert, deshalb findet er auch hier Verwendung. Richtig wäre allerdings das Wort „Premastering“.

Die Produktion

Bei der Produktion von Musik spricht man grundsätzlich von drei Arbeitsschritten. Der Aufnahme, dem Mix und dem Mastering. Bei der Aufnahme der Musik sind die Musiker gefragt. Die technische Voraussetzung hierbei ist jedoch eine gute Aufnahmequalität der Produktion.

Beim Mixen wird das Panorama des Musikstücks, die Verteilung der Frequenzen (bspw. durch EQing) ud die Platzierung der einzelnen Spuren festgelegt. Am Ende erstellt der Produzent einen sogenannten Mixdown. Die einzelnen Spuren werden zusammengefügt und in einer WAV- oder AIF-Datei abgespeichert. Dies ist jedenfalls die gängigste Methode.

Es besteht auch die Möglichkeit, in 16 Bit auf eine DAT-Kassette aufzunehmen. Heute ist es mittels Computern auch möglich mit 24 oder 32 Bit zu arbeiten. Damit wird ein großer Headroom ermöglicht.

Im Mix sollte darauf geachtet werden, dass der Klang am Ende warm und sauber klingt. Faustregel: Im Zweifelsfall leiser. Das gilt für jede einzelne Spur. Stört irgendetwas in einer Spur, und man kommt nicht drauf was es ist, ist sie meistens einfach zu laut.

Mastering

Dabei handelt es sich um die Kunst, verschiedenste Produktionen auf verschiedensten Abspielgeräten (Bluetooth-Box, Auto, Hifi-Anlage, Diskothek usw.) einheitlich und gut klingen zu lassen. Ein Album sollte sich nach dem Masteringprozess gut durchhören lassen, ohne dass an den Lautstärke-, Bass- oder Höhenreglern herumgedreht werden muss.

Darüber hinaus wird die Lautheit beim Mastering auf den höchstmöglichen Wert geregelt. Mit höchstmöglichem Wert ist gemeint, dass dies nur erreicht werden sollte, ohne dass die Qualität der Musik darunter leidet (s. auch Loudness War).

Es empfiehlt sich übrigens nicht in jedem Fall, das Mastering selbst durchzuführen, da dem Musiker selbst oft der nötige Abstand fehlt. Ähnliches gilt für den Mix. Jeder dieser drei Schritte bei der Musikproduktion – Aufnahme, Mix und Mastering – erfordert ein hohes Maß an Verantwortung!